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Internetsicherheit 101: Vermeiden Sie diese 10 Fehler im Netz

  • Reto Wittmer
  • 24. Mai 2023
  • 5 Min. Lesezeit

Das Internet - seit Jahrzehnten ein virtuelles Universum, das uns mit unzähligen Informationen, sozialen Kontakten und grenzenlosen Möglichkeiten versorgt. Längst nichts Neues mehr, doch hinter dieser verlockenden Fassade lauern auch Gefahren, die Ihre digitale Existenz bedrohen können.


Beginnen wir von vorne: Internetsicherheit – Was versteht man darunter?

Kurz gesagt bezieht sich der Begriff auf den Schutz sämtlicher Aktivitäten und Transaktionen, welche über das Internet ausgeführt werden. Internetsicherheit ist ein untergeordneter Begriff von “Cybersicherheit” und “Computersicherheit”.

Heutzutage verbringen wir einen Großteil unserer Zeit online, Tendenz steigend. Ob beim Online-Shopping, dem Austausch von Nachrichten oder dem Abrufen von Informationen – das Internet hat sich zu einem integralen Bestandteil unseres Alltags entwickelt. In nahezu allen Bereichen unseres Lebens präsent, ist es von entscheidender Bedeutung, sich vor den Gefahren des Cyberspace zu schützen.

Die Gefahren, die im Internet auf Sie warten, sind vielfältig und weit verbreitet mit verschiedenen Anlaufstellen für Hacker und Cyberkriminelle.


Gefahren im Netz

Die Welt des Internets birgt viele Gefahren, die unten genannten Beispiele sind nur einige davon.

Hackerangriffe

Hackerangriffe sind längst keine Seltenheit mehr in unserer vernetzten Welt. Oft leben wir im Irrglauben, dass wir selbst nicht betroffen sein werden. Doch die Realität sieht anders aus. Während Hacker häufig größere Unternehmen ins Visier nehmen, sind auch kleinere und mittelständische Unternehmen vermehrt von solchen Angriffen betroffen. Durch ihre begrenzten Ressourcen und weniger ausgeprägten Sicherheitsvorkehrungen sind sie attraktive Ziele für Angreifer.


Viren oder Schadsoftware

Viren und Schadsoftware entwickeln sich ständig weiter und stellen eine ernsthafte Bedrohung dar. Es genügt oft ein einfacher Klick, um einen ungewollten Download in die Wege zu leiten und schädliche Programme auf dem eigenen Gerät zu installieren. Oftmals ist man sich nicht einmal bewusst, dass man ein schädliches Programm heruntergeladen hat.

Eine beliebte Methode, um Viren und Schadsoftware zu verbreiten, ist das Versenden von infizierten E-Mails mit Dateianhängen. Diese Dateien enthalten gefährlichen Code, der beim Öffnen das System infizieren kann. Um sich vor solchen Bedrohungen zu schützen, ist es wichtig, E-Mail-Sicherheit und Spam-Schutzmaßnahmen zu implementieren.


Identitätsdiebstahl

Sobald Hacker genügend Informationen über ihre Opfer gesammelt haben, können sie deren Identität übernehmen und sich als diese ausgeben. Zugriff auf ein Konto mit Anmeldeinformationen verschaffen sie sich schneller als man annimmt und sobald dieses kompromittiert ist, gelingt es ihnen mit Leichtigkeit Benutzername und Kennwort zu ändern, um den eigentlichen Nutzer aus dem Konto zu sperren.

Die Folgen davon sind oft verheerend. Falschaussagen, Rufschädigung und weitere schädliche Handlungen können die Konsequenzen sein. Deshalb ist es unerlässlich, persönliche Daten und Kontoinformationen sorgfältig zu schützen und auf verdächtige Aktivitäten zu achten.

10 Fehler die Sie unbedingt vermeiden sollen

Informationen sind wertvoll, behalten Sie sie für sich

Unbekannte aus dem Internet müssen nicht unbedingt über Ihren Beziehungsstatus oder den Kurs Ihrer Aktien informiert sein.

Grundsatz: Wenn Sie es Fremden auf der Straße nicht anvertrauen würden, sollten Sie auch im Internet nicht darüber reden.

Datenschutzeinstellungen ignorieren

Schon gewusst? Sowohl Webbrowser als auch mobile Betriebssysteme bieten diverse Einstellungen, mit denen Sie Ihre Privatsphäre online schützen können. Ebenso stellen viele Anwendungen oder Webseiten solche Settings zur Verfügung. Diese sind manchmal (bewusst) schwer zu finden, um Ihre Daten für Marketing-Zwecke verwenden zu können.

Vergewissern Sie sich, dass diese Datenschutzeinstellungen aktiviert sind.

Sicheres Surfen leicht gemacht

Um an die ersehnten Antworten oder Programme zu gelangen, wird oft jede Vorsicht aus dem Fenster geworfen. Doch die Welt des Internets ist voll von versteckten Stolperfallen. Ein Klick genügt und schon werden Ihre persönlichen Daten offengelegt oder Ihr Gerät mit Schadsoftware infiziert.

Vermeiden Sie das Aufrufen von dubiosen Websites und achten Sie stets, ob eine sichere sowie verschlüsselte Verbindung besteht. Wenn die von Ihnen besuchte Seite über ein SSL-Zertifikat verfügt, liegen die Chancen schon besser, dass sie von einem seriösen Anbieter betrieben wird, als ohne Zertifikat.

Das SSL-Zertifikat ist in der Adressleiste im Browser sichtbar.

Mit SSL-Zertifikat: https://

Ohne SSL-Zertifikat: http://

Unsichere Internetverbindung

Wenn Sie über ein öffentliches WLAN surfen, sollten Sie besonders Acht geben, welche Seiten Sie aufrufen und welche Informationen Sie preisgeben. Über ein öffentliches WLAN besteht keinerlei Kontrolle über dessen Sicherheit. Dabei spricht man von Endpoints. Diese sind Stellen, an denen eine Verbindung zwischen privatem Netzwerk und Außenwelt besteht. Der anfälligste Endpoint ist die lokale Internetverbindung.

Sind Sie sich unsicher, ob Ihre Verbindung sicher ist, verschieben Sie die Eingabe persönlicher Daten, wie z.B. Ihrer Kontonummer, auf einen späteren Zeitpunkt.

Downloads von Freeware

Seien Sie vorsichtig beim Download von Apps oder Programmen, da diese oft einen blinden Passagier namens Malware mit sich tragen. Ob ein beliebtes Spiel, eine Wetter-App oder ein nützliches Tool für den Alltag im Office: sie alle können als Schadprogramm getarnt sein.

Laden Sie generell nur Programme oder Apps von vertrauenswürdigen Anbietern herunter.

Schwache Passwörter

Passwörter gehören zu den größten Sicherheitslücken der Sicherheitsstruktur im Internet. Oft ist die Verwendung von zu schwachen Passwörtern Grund für einen Hacker-Angriff. Hier kann die Verwendung eines Passwort-Managers Abhilfe schaffen, wo Sie sich lediglich ein zentrales Passwort merken müssen, um Zugriff auf alle anderen zu haben. Dieses darf natürlich nicht verloren gehen und nein, es soll auch nicht auf den Bildschirm am Arbeitsplatz als Post-It hängen.

Auch mithilfe einer Gedankenstütze in Form von einfachen Sätzen können schnell komplexere Passwörter entstehen, indem jeweils die ersten Buchstaben der Wörter verwendet werden. Kombiniert mit Zahlen und Sonderzeichen, ergibt sich schnell ein sicheres Kennwort.

Einkäufe auf dubiosen Seiten

Wenn Sie online etwas kaufen möchten, ist die Angabe von Kreditkarten- bzw. Kontoinformationen unablässig. Kriminelle schlecken sich danach die Finger und warten sehnlichst darauf. Versichern Sie sich also vorab, ob die Seite eine sichere und verschlüsselte Verbindung verwendet. Auch die Überprüfung des Impressums kann Auskunft über die Seriosität der Seite geben. Letztlich ist es immer eine Kombination aus positiven oder negativen Aspekten, die relativ klar darstellt, wie seriös eine Website ist.

Beitragswahl

Sobald Informationen ins Internet gelangen, bleiben diese auch dort. Selbst wenn das Originalbild gelöscht wird, können davon zahlreiche Kopien von anderen Nutzern erstellt worden sein. Server speichern Daten teilweise auch nach dem Löschen, über gecachte Inhalte können Dateien womöglich immer noch auf Umwegen abrufbar sein. Es besteht keine Möglichkeit, Posts zurückzunehmen, oder unangenehme Bilder mit 100%-iger Garantie zu entfernen. Daher sollten Sie sich immer zweimal überlegen, ob Sie das Bild wirklich teilen möchten.

Online-Bekanntschaften

Je einfacher das Anmelden auf einer Plattform, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, auf ein Fake-Profil zu stoßen. Diese sind oft schwer zu erkennen und in einigen Fällen existiert die behauptete Person in Wahrheit gar nicht. Hacker verwenden gefälschte Social-Media-Profile gerne, um ein erstes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Aus diesem Grund sollten Sie, sofern sie die Person hinter dem Profil nicht persönlich kennen, immer misstrauisch sein.

Antiviren-Software ist nicht auf dem aktuellen Stand

Antiviren-Softwares können nicht jede Bedrohung fernhalten, allerdings erkennen und entfernen sie die meiste Malware. Dazu muss das Programm aber auch immer mit Updates aktuell gehalten werden, um auch neuen Bedrohungen entgegenzuwirken. Zusätzlich sollten auch das Betriebssystem, sowie diverse verwendete Anwendungen, laufend aktualisiert werden.

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